Eine neue Delegationsreise nach Ruanda ist gestartet

In den letzten Tagen waren wir auf dem Land in Kiruhura, haben uns mit der Frage „Was ist Women empowerment, und wie kann man das hier fördern?“ auseinandergesetzt und Pauli, unseren ehemaligen Stipendiaten besucht.

Aber seht selbst:

 

Das sind wir! Carla und Pia.

Das sind wir! Carla und Pia.

Auf einem der Hügel von Kigali haben wir uns zum Ankommen mit Jenny von der GIZ getroffen. Den italienischen Prosecco gabts ironischer Weise von einem Kanadischen Prosecco Verkäufer als kostenlose Probe... Verrückte Welt.

Die Wundertüte des Abends war ein Theaterstück von Dorothee munyaneza Anahi. Ein dreisprachiges Stück (Kinyarwanda, Französisch und Englisch) über den Bürgerkrieg. Obwohl wir nicht jedes Wort sondern lediglich ein gutes Drittel verstanden haben, ging uns das Stück unter die Haut! Es war eine Klasse Kombination aus modern Dance, Gesang und Sprachkunst.

Hier sind wir mit Rosemary, einer Pfarrerin und Frauenbeauftragte der EPR zu sehen. Mit ihr werden wir uns bald erneut treffen um über gemeinsame Projektmöglichkeiten zu sprechen.

Um Obst und Gemüse einzukaufen, waren wir heute auf dem Kimironko Markt. Es ist der größte Kigalis und hat alles von Stoffen bis Kartoffeln zu bieten.

Eine freundliche Obstverkäuferin auf dem Kimironko Markt.

Am Sonntag waren wir in Kiruhura und haben alte Freunde besucht. Juvenal hat mit Carlas Hilfe ein kleines Café eröffnet, welches er seit unserem letzten Besuch vergrößert hat und in größere Räumlichkeiten gezogen ist. Er träumt davon ein Haus zu bauen und sich ein Fahrrad zu kaufen.

Strategieplanung.

Am Montag haben wir uns unter anderem mit Agnes Uwera getroffen. Sie hat bereits mehrere Kooperativen aufgebaut und engagiert sich sehr für "Women empowerment", also dafür, dass es mehr Frauen gibt, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und sich nicht abhängig von ihrem Mann machen.

Carla, Pauli und Pia im Bus, auf dem Weg zu seinem Haus.

Carla und Pauli (unser ehemaliger Stipendiat) vor seinem gerade entstehenden Haus. Es liegt in Nyamata und ist trotz seiner Aussage "in einer halben Stunde sind wir da" eher 1,5 Std (mit dem Moto, dann mit dem Bus und schließlich mit dem Auto) von Kigali entfernt.

Bauarbeiten an Paulis Haus.

Pauli und Pia im Gespräch darüber, wo er sich in 3 Jahren sieht.

So klein beginnt ein Sisal Korb. Sisal heißt das Gras, das auf diesem Foto noch rausguckt. es wird stramm mit einem Faden umwickelt und an dem jeweils vorherigen "Würstchen" festgemacht. So entsteht ein sehr harter Korb.

So sitzen die Frauen, die wir in einem Vorort von Kigali besucht haben in ihrem Hinterhof und arbeiten an den Körben. Dass hier auch so viele fertige Exemplare auf der Matte liegen, liegt wohl daran, dass sie doch ein wenig posieren.

Einer der fertigen Körbe.

Sam (10 Jahre alt und hier Fotograf): "Do you also live together in Germany?" Calra: "No, we live in different cities, and it takes as long to get to the other citiy as it takes from Kigali to Kiruhura. Sam: Oh, you must be very lonely then.

Solche Körbe möchten wir gerne machen lassen und bei Imago verkaufen.

Hier haben wir uns mit Allan getroffen, mit dem wir für IMAGO zusammenarbeiten werden.

Auf unseren Recherchewegen zu women empowerment haben wir angefangen unsere Freunde hier einfach mal danach zu fragen, ob sie wissen wann eine Frau überhaupt schwanger werden kann. Sex, ist hier ein Tabu Thema, sodass diese Frage zunächst zu viel Gelächter und dann zu Neugierde führte. Hier erklärt Carla improvisiert was jeden Monat im Unterleib einer Frau passiert.

Wir waren auf zwei "deutschen" Weihnachtsmärkten in Kigali und haben fleißig Visitenkarten gesammelt. Unser Fazit war jedoch, dass es dort herzlich wenig "geweihnachtet" hat, geschweige denn, dass man es wirklich einen "Weihnachtsmarkt" nennen sollte.